Risikocontroller
Was ist ein Risikocontroller?
Diese Position verbindet das Controlling mit dem Risikomanagement: Die Hauptaufgabe des Risikocontrollers ist es, Risiken für den Arbeitgeber zu analysieren. Ist ein Geschäft eine Chance oder eher ein Wagnis? Der Risikocontroller schätzt potenzielle Risiken ein, bewertet und quantifiziert sie und berichtet über mögliche Auswirkungen.
Diese Position verbindet das Controlling mit dem Risikomanagement: Die Hauptaufgabe des Risikocontrollers ist es, Risiken für den Arbeitgeber zu analysieren. Ist ein Geschäft eine Chance oder eher ein Wagnis? Der Risikocontroller schätzt potenzielle Risiken ein, bewertet und quantifiziert sie und berichtet über mögliche Auswirkungen.
Risikocontroller in 5 Sekunden
Ausbildung
Studium der BWL, VWL, Mathematik oder Physik
Einstiegsgehalt
55.000 € brutto p.a.
Spitzengehalt
80.000 € brutto p.a.
Aufstiegschancen
Senior-Risikocontroller, Leiter Controlling, Leiter Finanzen, Risikovorstand
Der Risikocontroller ist zumeist bei einem Kreditinstitut oder einem Finanzdienstleister im Bereich Risikocontrolling oder Finanzen tätig. Auch wenn zu seinem Aufgabengebiet vor allem die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung und die Validierung von Risiko-Modellen zur Quantifizierung von Risiken gehört, so benötigt er auch fundierte Kenntnisse der Mathematik bzw. Wirtschaftsmathematik. Meistens hat der Risikocontroller ein entsprechendes Studium absolviert. Liegt der Schwerpunkt hingegen in der Erstellung von Risikoreports, also der umfassenden Analyse und Aufbereitung der Ergebnisse für den Vorstand, ist eher ein abgeschlossenes VWL- oder BWL-Studium mit einem quantitativen Fokus gefragt.
Der Risikocontroller ist zumeist bei einem Kreditinstitut oder einem Finanzdienstleister im Bereich Risikocontrolling oder Finanzen tätig. Auch wenn zu seinem Aufgabengebiet vor allem die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung und die Validierung von Risiko-Modellen zur Quantifizierung von Risiken gehört, so benötigt er auch fundierte Kenntnisse der Mathematik bzw. Wirtschaftsmathematik. Meistens hat der Risikocontroller ein entsprechendes Studium absolviert. Liegt der Schwerpunkt hingegen in der Erstellung von Risikoreports, also der umfassenden Analyse und Aufbereitung der Ergebnisse für den Vorstand, ist eher ein abgeschlossenes VWL- oder BWL-Studium mit einem quantitativen Fokus gefragt.
Kenner der aufsichtsrechtlichen Anforderungen
Im Umfeld von Banken wird grob nach den folgenden Risikoarten unterschieden: Marktpreisrisiko, Kreditrisiko, operationelles Risiko und Liquiditätsrisiko. Für jede dieser Risikoarten gibt es unterschiedliche Modelle und Methoden. Für das Kreditrisiko sind es zum Beispiel Value-at-Risk-Modelle, die als Parameter Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) benötigen. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergeben sich aus Basel III, also den Vorschriften des Basler Ausschusses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zur Regulierung von Banken. Zur Erfüllung muss auch ein regelmäßiger Report über alle Risikoarten an den Vorstand erfolgen – auch das ist eine Aufgabe des Risikocontrollers.
Stehen Prüfungen der Aufsichtsbehörden wie zum Beispiel der Bundesbank, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde oder der Europäischen Zentralbank an, ist der Risikocontroller erster Ansprechpartner. Er steht Rede und Antwort zu den von ihm verantworteten Prozessen, Methoden und Modellen und muss dabei fundiert aufzeigen, dass er den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprochen hat. Ein Beispiel für eine Prüfung ist die Sonderprüfung nach § 44 Abs. 1 KWG, welche unter anderem die Einhaltung der MaRisk beinhaltet.
Da sich permanent neue Anforderungen ergeben – aufgrund von Produktinnovationen, neuen Prozesse oder Methoden –, wird ein Risikocontroller häufig auch in Projekte eingebunden, entweder als Projektmitarbeiter oder Projektleiter.
Im Umfeld von Banken wird grob nach den folgenden Risikoarten unterschieden: Marktpreisrisiko, Kreditrisiko, operationelles Risiko und Liquiditätsrisiko. Für jede dieser Risikoarten gibt es unterschiedliche Modelle und Methoden. Für das Kreditrisiko sind es zum Beispiel Value-at-Risk-Modelle, die als Parameter Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) benötigen. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergeben sich aus Basel III, also den Vorschriften des Basler Ausschusses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zur Regulierung von Banken. Zur Erfüllung muss auch ein regelmäßiger Report über alle Risikoarten an den Vorstand erfolgen – auch das ist eine Aufgabe des Risikocontrollers.
Stehen Prüfungen der Aufsichtsbehörden wie zum Beispiel der Bundesbank, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde oder der Europäischen Zentralbank an, ist der Risikocontroller erster Ansprechpartner. Er steht Rede und Antwort zu den von ihm verantworteten Prozessen, Methoden und Modellen und muss dabei fundiert aufzeigen, dass er den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprochen hat. Ein Beispiel für eine Prüfung ist die Sonderprüfung nach § 44 Abs. 1 KWG, welche unter anderem die Einhaltung der MaRisk beinhaltet.
Da sich permanent neue Anforderungen ergeben – aufgrund von Produktinnovationen, neuen Prozesse oder Methoden –, wird ein Risikocontroller häufig auch in Projekte eingebunden, entweder als Projektmitarbeiter oder Projektleiter.
Was macht ein Risikocontroller?
Was macht ein Risikocontroller?
Entwicklung, Validierung und Weiterentwicklung von Modellen zur Quantifizierung von Risiken
Erstellung von Risiko-Reports für den Vorstand
Überwachung der Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen
Begleitung von Aufsichtsprüfungen
Mitarbeit oder Leitung von Projekten
Wie wird man Risikocontroller?
Wie wird man Risikocontroller?
Studium der BWL, VWL, Mathematik oder Physik
Erfahrung im Umgang mit Modellen, Daten und quantitative Analysen
Sehr gute Kenntnisse in Excel, Access, Software für statistische Analysen (SASS, R, S-Plus etc.)
Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Was verdient ein Risikocontroller?
Das Gehalt eines Risikocontrollers wird maßgeblich durch seine Erfahrung beeinflusst. So verdient ein Junior-Risikocontroller um die 55.000 € jährlich, ein Senior-Risikocontroller kann das doppelte Gehalt erzielen (bis ca. 80.000 € im Jahr). Aber auch der Standort und die Gehaltsstruktur des Kreditinstitutes bzw. des Finanzdienstleisters beeinflussen die Höhe des Gehalts. So kann beispielsweise ein Risikocontroller in der Bankenmetropole Frankfurt mehr verdienen als ein Risikocontroller mit ähnlichem Anforderungsprofil in Berlin.
Das Gehalt eines Risikocontrollers wird maßgeblich durch seine Erfahrung beeinflusst. So verdient ein Junior-Risikocontroller um die 55.000 € jährlich, ein Senior-Risikocontroller kann das doppelte Gehalt erzielen (bis ca. 80.000 € im Jahr). Aber auch der Standort und die Gehaltsstruktur des Kreditinstitutes bzw. des Finanzdienstleisters beeinflussen die Höhe des Gehalts. So kann beispielsweise ein Risikocontroller in der Bankenmetropole Frankfurt mehr verdienen als ein Risikocontroller mit ähnlichem Anforderungsprofil in Berlin.
Was erwartet man vom Risikocontroller?
Ein Risikocontroller sollte eine sehr gute Auffassungsgabe haben und in der Lage sein, tief in eine komplexe Materie einzusteigen. Nur so entwickelt er ein fundiertes Verständnis für das Geschäftsmodell und die Zusammenhänge innerhalb seiner Bank bzw. seines Finanzdienstleistungsunternehmens. Selbstverständlich sollte er ein intensives Gespür für Zahlen und Methoden haben und zudem sehr sorgfältig arbeiten, um korrekte Analysen und Ergebnisse zu liefern. Ein Risikocontroller sollte verständlich und auf Augenhöhe kommunizieren können, da er nur so relevante Informationen aus allen Fachbereichen inklusive der IT-Abteilung erhält.
Zudem muss er Inhalte überzeugend präsentieren können, um vor Vorstand bzw. Aufsichtsbehörde zu bestehen. Da er in einem sehr dynamischen Umfeld mit schnell wechselnden Anforderungen und Bedürfnissen tätig ist, werden Belastbarkeit, Flexibilität und Eigeninitiative vorausgesetzt.
Ein Risikocontroller sollte eine sehr gute Auffassungsgabe haben und in der Lage sein, tief in eine komplexe Materie einzusteigen. Nur so entwickelt er ein fundiertes Verständnis für das Geschäftsmodell und die Zusammenhänge innerhalb seiner Bank bzw. seines Finanzdienstleistungsunternehmens. Selbstverständlich sollte er ein intensives Gespür für Zahlen und Methoden haben und zudem sehr sorgfältig arbeiten, um korrekte Analysen und Ergebnisse zu liefern. Ein Risikocontroller sollte verständlich und auf Augenhöhe kommunizieren können, da er nur so relevante Informationen aus allen Fachbereichen inklusive der IT-Abteilung erhält.
Zudem muss er Inhalte überzeugend präsentieren können, um vor Vorstand bzw. Aufsichtsbehörde zu bestehen. Da er in einem sehr dynamischen Umfeld mit schnell wechselnden Anforderungen und Bedürfnissen tätig ist, werden Belastbarkeit, Flexibilität und Eigeninitiative vorausgesetzt.
Aufstiegschancen als Risikocontroller
Einem Risikocontroller bieten sich innerhalb seines Tätigkeitsfeldes verschiedenste Entwicklungsmöglichkeiten, wie etwa die Weiterentwicklung zum spezialisierten Senior-Risikocontroller. Wird eine Führungsposition angestrebt, so wäre der nächste Schritt die Leitung des Risikocontrollings bzw. die Position Leiter Finanzen. In entsprechend großen Kreditinstituten kann als Risikovorstand die vertikale Karriere weiter ausgebaut werden.
Einem Risikocontroller bieten sich innerhalb seines Tätigkeitsfeldes verschiedenste Entwicklungsmöglichkeiten, wie etwa die Weiterentwicklung zum spezialisierten Senior-Risikocontroller. Wird eine Führungsposition angestrebt, so wäre der nächste Schritt die Leitung des Risikocontrollings bzw. die Position Leiter Finanzen. In entsprechend großen Kreditinstituten kann als Risikovorstand die vertikale Karriere weiter ausgebaut werden.



