Produktionscontroller
Was ist ein Produktionscontroller?
Das Produktionscontrolling – oder auch Manufacturing Controlling – kümmert sich vorwiegend um die Kostenseite der Produktion, d. h. um die Herstellkosten i. w. S., um die Analyse der einzelnen Produktionsschritte und -stufen und um die Suche nach Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Senkung der Produktionskosten.
Die Aufgaben von Produktionscontrollern unterscheiden sich damit deutlich von denen der Produktionsmanager (auch Manufacturing Manager genannt), die für den technischen Teil der Produktionsprozesse zuständig sind. In der Praxis sind die Produktionscontroller natürlich auf den Input der Produktionsmanager angewiesen – sollten und müssen aber logischerweise auch selbst viel von der technischen Seite der Produktionsabläufe verstehen.
Das Produktionscontrolling – oder auch Manufacturing Controlling – kümmert sich vorwiegend um die Kostenseite der Produktion, d. h. um die Herstellkosten i. w. S., um die Analyse der einzelnen Produktionsschritte und -stufen und um die Suche nach Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Senkung der Produktionskosten.
Die Aufgaben von Produktionscontrollern unterscheiden sich damit deutlich von denen der Produktionsmanager (auch Manufacturing Manager genannt), die für den technischen Teil der Produktionsprozesse zuständig sind. In der Praxis sind die Produktionscontroller natürlich auf den Input der Produktionsmanager angewiesen – sollten und müssen aber logischerweise auch selbst viel von der technischen Seite der Produktionsabläufe verstehen.
Produktionscontroller in 5 Sekunden
Ausbildung
Hochschulstudium (Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen) mit Schwerpunkt Controlling und/oder Produktion oder vergleichbare Qualifikation / mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Produktion und Kostenerfassung
Einstiegsgehalt
60.000 € brutto p.a.
Spitzengehalt
90.000 € brutto p.a.
Aufstiegschancen
Je nach Eignung, Erfahrung und Unternehmensgröße Übernahme von (Leitungs-)Aufgaben bei Investitionsprojekten, im Konzern- und im Finanzcontrolling.
Die Herausforderungen liegen im Detail
Produktionsprozesse sind äußerst komplex, und in jeder einzelnen Stufe verbergen sich möglicherweise kostentreibende oder Einsparpotentiale, die Produktionscontroller aufspüren müssen. Um welche Potentiale es dabei gehen kann, wurde durch Corona deutlich: Die Produktion der Corona-Impfstoffe umfasst insgesamt bis zu 50.000 Einzel-Komponenten und Schritte, die von Produktionscontrollern kostenmäßig erfasst werden müssen, in diesem Extrembeispiel wohl sogar bei laufender Produktion – da summieren sich schon Bruchteile von Bruchteilen von Cent bei einem Einzelschritt zu riesigen Summen.
Grundsätzlich gilt das aber für jede Form der Produktion: Auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie muss die Produktionsplanung auf den – möglicherweise saisonalen – Bedarf abgestimmt werden, Wartungsintervalle sind in die Kalkulation einzubeziehen und Losgrößen zu optimieren; Ähnliches gilt für die Unterhaltungselektronik, die Fahrzeugindustrie und für viele andere Produkte, die in großen Stückzahlen oder ‚laufend', wie z. B. Druckpapiere, hergestellt werden.
Produktionsprozesse sind äußerst komplex, und in jeder einzelnen Stufe verbergen sich möglicherweise kostentreibende oder Einsparpotentiale, die Produktionscontroller aufspüren müssen. Um welche Potentiale es dabei gehen kann, wurde durch Corona deutlich: Die Produktion der Corona-Impfstoffe umfasst insgesamt bis zu 50.000 Einzel-Komponenten und Schritte, die von Produktionscontrollern kostenmäßig erfasst werden müssen, in diesem Extrembeispiel wohl sogar bei laufender Produktion – da summieren sich schon Bruchteile von Bruchteilen von Cent bei einem Einzelschritt zu riesigen Summen.
Grundsätzlich gilt das aber für jede Form der Produktion: Auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie muss die Produktionsplanung auf den – möglicherweise saisonalen – Bedarf abgestimmt werden, Wartungsintervalle sind in die Kalkulation einzubeziehen und Losgrößen zu optimieren; Ähnliches gilt für die Unterhaltungselektronik, die Fahrzeugindustrie und für viele andere Produkte, die in großen Stückzahlen oder ‚laufend', wie z. B. Druckpapiere, hergestellt werden.
Probleme erkennen und Lösungen anbieten
Die primäre Aufgabe der Produktionscontroller ist es, jeden einzelnen Produktionsschritt kostenmäßig im Griff zu behalten – natürlich auch dann, wenn zwar der Produktionsprozess unverändert bleibt, aber die Beschaffungskosten der Rohstoffe sich ändern, weil es irgendwo zu viel oder zu wenig Regen gibt, weil ein Schiff im Suezkanal quersteht und die Container nicht ankommen oder weil ein Land beschließt, einen Rohstoff wie Stahl vorübergehend oder auf Dauer mit Ein- oder Ausfuhrsteuern zu belegen, um ein anderes Land zu disziplinieren.
Zunächst gilt es also, die Beschaffungs- und Herstellkosten für jeden Produktionsschritt zu analysieren und in die Gesamtkalkulation pro Produktionseinheit einfließen zu lassen. Möglicherweise gibt es im Rahmen der Unternehmensstrategie auch eine Idealkalkulation mit sogenannten ‚Milestones', die Einsparziele oder Kostenobergrenzen pro Einheit vorgeben.
Die Berechnungen der Produktionscontroller sind ein, wenn nicht der wesentliche Baustein der Kalkulation. Damit und unter Einbeziehung weiterer Aufschläge für z. B. Overheads/Verwaltung, Werbung, Marketing und Vertrieb kann ein Unternehmen den angestrebten Verkaufspreis kalkulieren und/oder Unter- und Obergrenzen festsetzen.
Die primäre Aufgabe der Produktionscontroller ist es, jeden einzelnen Produktionsschritt kostenmäßig im Griff zu behalten – natürlich auch dann, wenn zwar der Produktionsprozess unverändert bleibt, aber die Beschaffungskosten der Rohstoffe sich ändern, weil es irgendwo zu viel oder zu wenig Regen gibt, weil ein Schiff im Suezkanal quersteht und die Container nicht ankommen oder weil ein Land beschließt, einen Rohstoff wie Stahl vorübergehend oder auf Dauer mit Ein- oder Ausfuhrsteuern zu belegen, um ein anderes Land zu disziplinieren.
Zunächst gilt es also, die Beschaffungs- und Herstellkosten für jeden Produktionsschritt zu analysieren und in die Gesamtkalkulation pro Produktionseinheit einfließen zu lassen. Möglicherweise gibt es im Rahmen der Unternehmensstrategie auch eine Idealkalkulation mit sogenannten ‚Milestones', die Einsparziele oder Kostenobergrenzen pro Einheit vorgeben.
Die Berechnungen der Produktionscontroller sind ein, wenn nicht der wesentliche Baustein der Kalkulation. Damit und unter Einbeziehung weiterer Aufschläge für z. B. Overheads/Verwaltung, Werbung, Marketing und Vertrieb kann ein Unternehmen den angestrebten Verkaufspreis kalkulieren und/oder Unter- und Obergrenzen festsetzen.
Aus Schätzung und Kontrolle werden Planungssicherheit und qualitative Kontinuität
Produktionscontroller sind von Anfang an in jeden Produktionsschritt einbezogen und kontrollieren die Einhaltung der Kosten durch Zielvorgaben und Kennzahlen, die in ihre Reports an das Management einfließen. Ziel ist es, eine gleichbleibend hohe Qualität des Endprodukts sicherzustellen und gleichzeitig die Kosten zu senken, um die Marge zu erhöhen oder den Spielraum bei Verkaufsgesprächen zu vergrößern. Weisen die Analysen der Produktionscontroller auf eine längerfristige Veränderung einzelner Faktoren oder der gesamten Kostenstruktur einer Produktion hin, muss nach einer Lösung gesucht werden.
Produktionscontroller sind von Anfang an in jeden Produktionsschritt einbezogen und kontrollieren die Einhaltung der Kosten durch Zielvorgaben und Kennzahlen, die in ihre Reports an das Management einfließen. Ziel ist es, eine gleichbleibend hohe Qualität des Endprodukts sicherzustellen und gleichzeitig die Kosten zu senken, um die Marge zu erhöhen oder den Spielraum bei Verkaufsgesprächen zu vergrößern. Weisen die Analysen der Produktionscontroller auf eine längerfristige Veränderung einzelner Faktoren oder der gesamten Kostenstruktur einer Produktion hin, muss nach einer Lösung gesucht werden.
Gute Produktionscontroller sind gute Teamplayer
Erkennen Produktionscontroller Einsparpotentiale oder Kostensteigerungen, müssen sie diese kalkulieren und dem Management präsentieren. Dabei beschränken sich ihre Informationen nicht ausschließlich auf die finanziellen Auswirkungen – gemeinsam mit dem Einkauf und den Technikern (z. B. den Produktionsmanagern) werden sie auch zur Problemlösung beitragen.
Beispiel: Verteuern sich im Laufe einer Produktion die Schrauben, sucht man gemeinsam nach naheliegenden (Druck auf den Lieferanten, günstigere Schrauben eines anderen Lieferanten), aber auch nach alternativen Lösungen (z. B. Ersatz der Schrauben durch Nieten oder Schweißen). Produktionscontroller können zu vielen Lösungsvarianten eine faktenbasierte Stellungnahme abgeben, zur Risikoeinschätzung beitragen und wertvollen Input liefern, welche Produktionsvarianten die größte Erfolgswahrscheinlichkeit besitzen und welche man möglicherweise von vornherein ausschließen sollte.
Erkennen Produktionscontroller Einsparpotentiale oder Kostensteigerungen, müssen sie diese kalkulieren und dem Management präsentieren. Dabei beschränken sich ihre Informationen nicht ausschließlich auf die finanziellen Auswirkungen – gemeinsam mit dem Einkauf und den Technikern (z. B. den Produktionsmanagern) werden sie auch zur Problemlösung beitragen.
Beispiel: Verteuern sich im Laufe einer Produktion die Schrauben, sucht man gemeinsam nach naheliegenden (Druck auf den Lieferanten, günstigere Schrauben eines anderen Lieferanten), aber auch nach alternativen Lösungen (z. B. Ersatz der Schrauben durch Nieten oder Schweißen). Produktionscontroller können zu vielen Lösungsvarianten eine faktenbasierte Stellungnahme abgeben, zur Risikoeinschätzung beitragen und wertvollen Input liefern, welche Produktionsvarianten die größte Erfolgswahrscheinlichkeit besitzen und welche man möglicherweise von vornherein ausschließen sollte.
Erfahrung schafft Planungssicherheit – und Gelassenheit
Die oberste Zielsetzung der Produktionscontroller lautet daher, alle Kostenfaktoren zu kennen und ihre Entwicklung im Griff zu behalten. Hierzu benötigen sie neben einem hohen eigenen technischen Verständnis auch die Hilfe derjenigen, die in den Produktionsprozess involviert sind. Gerade im Umfeld z. B. hochspezialisierter Techniker – die möglicherweise (zu) perfektionistisch denken und nicht immer an Einsparpotentialen interessiert sind – erfordert es von Produktionscontrollern ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Informationen zu bekommen und ihre Gedanken einfließen zu lassen. Die besten Lösungen finden sich auch hier im Dialog und im Teamgespräch.
Produktionscontroller können erkennen, wann eine Situation kostenmäßig aus dem Ruder zu laufen droht (und Gegenmaßnahmen initiieren); sie können aber auch einschätzen, ob es sich um ein kurzfristiges, vorübergehendes Problem handelt (und zur Gelassenheit mahnen und Panikmache verhindern). Vor allem aber müssen sie sich immer als Teil einer Lösung betrachten und andere motivieren, das auch so zu sehen.
Die oberste Zielsetzung der Produktionscontroller lautet daher, alle Kostenfaktoren zu kennen und ihre Entwicklung im Griff zu behalten. Hierzu benötigen sie neben einem hohen eigenen technischen Verständnis auch die Hilfe derjenigen, die in den Produktionsprozess involviert sind. Gerade im Umfeld z. B. hochspezialisierter Techniker – die möglicherweise (zu) perfektionistisch denken und nicht immer an Einsparpotentialen interessiert sind – erfordert es von Produktionscontrollern ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Informationen zu bekommen und ihre Gedanken einfließen zu lassen. Die besten Lösungen finden sich auch hier im Dialog und im Teamgespräch.
Produktionscontroller können erkennen, wann eine Situation kostenmäßig aus dem Ruder zu laufen droht (und Gegenmaßnahmen initiieren); sie können aber auch einschätzen, ob es sich um ein kurzfristiges, vorübergehendes Problem handelt (und zur Gelassenheit mahnen und Panikmache verhindern). Vor allem aber müssen sie sich immer als Teil einer Lösung betrachten und andere motivieren, das auch so zu sehen.
Was macht ein Produktionscontroller?
Produktionscontroller sind verantwortlich für die Transparenz der Kosten des Produktionsprozesses im Detail, im Ganzen und im Zeitablauf.
Produktionscontroller sind verantwortlich für die Transparenz der Kosten des Produktionsprozesses im Detail, im Ganzen und im Zeitablauf.
Sie sind zuständig für das Monitoring der Fertigungsprozesse und die Ergebniskontrolle, kalkulieren und kontrollieren die Kosten einzelner Produktionsschritte, führen Plan- und Abweichungsanalysen und Rentabilitätsrechnungen durch und erstellen regelmäßige und Ad-hoc-Analysen zu spezifischen Fragestellungen.
Sie erstellen eigenständig oder wirken mit bei der Budgetplanung und bei Forecasts und präsentieren diese dem Management und Aufsichtsgremien.
Sie erkennen Einspar- und Verbesserungspotentiale und arbeiten mit an deren Verwirklichung.
Sie tragen bei zur Kalkulation von Investitionen und unterstützen das Management bei Investitions- und Optimierungsentscheidungen (z. B. ‚make or buy').
Wie wird man Produktionscontroller?
Wie wird man Produktionscontroller?
Erfolgreich abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Controlling/Rechnungswesen und/oder Produktion, Studium des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Wirtschaftsinformatik oder vergleichbare Qualifikation
Mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Produktion und Kostenerfassung
Sicherer Umgang mit MS Office, insbesondere Excel und PowerPoint, sowie Erfahrung mit ERP Systemen
Verhandlungssicheres Englisch in Wort und Schrift
Was verdient ein Produktionscontroller?
Mit 10 und mehr Jahren Berufserfahrung kann, in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße, das Gehalt auf über 100.000 € steigen.
Mit 10 und mehr Jahren Berufserfahrung kann, in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße, das Gehalt auf über 100.000 € steigen.
Was erwartet man vom
Was erwartet man vom Produktionscontroller?
Zahlenaffinität
Logisches und technisch-analytisches Verständnis
Detailfreude, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren
Präsentationsstärke
Strukturierte, selbständige Arbeitsweise
Kommunikationsstarker Teamplayer
Aufstiegschancen als Produktionscontroller
Produktionscontroller sind analytisch und logisch denkende Menschen mit einem hohen technischen Verständnis. Gepaart mit Team- und Kommunikationsfähigkeit können sie als Projektcontroller größere Investitionen steuern und/oder Koordinations- und Leitungsaufgaben auch in den Bereichen Produktion und Finance übernehmen.
Produktionscontroller sind analytisch und logisch denkende Menschen mit einem hohen technischen Verständnis. Gepaart mit Team- und Kommunikationsfähigkeit können sie als Projektcontroller größere Investitionen steuern und/oder Koordinations- und Leitungsaufgaben auch in den Bereichen Produktion und Finance übernehmen.



