Financial Process Manager
Financial Process Manager in 5 Sekunden
Ausbildung
Erfolgreich abgeschlossenes Studium Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik
Einstiegsgehalt
50.000 € brutto p.a.
Spitzengehalt
120.000 € brutto p.a.
Aufstiegschancen
Treasury Manager, Leiter Treasury
Berufsbild
Ein Financial Process Manager lässt sich mit einem Dirigenten vergleichen: Seine Aufgabe ist es, jeden Mitarbeiter und sein »Instrument« im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen zu dirigieren. Während im Orchester korrekte Übergänge, ein gemeinsamer Takt und richtige Lautstärke zählen, geht es im Prozessmanagement um klare Reihenfolge, verbindliche Timings und funktionierende Schnittstellen.
Financial Process Manager arbeiten in Unternehmen ab einer Größe von etwa 1000 Mitarbeitern. In sehr großen Konzernen gibt es mehrere Financial Process Manager, die jeweils einen Teilbereich der Prozesse betreuen. Zudem arbeiten in vielen Startups Financial Process Manager, da sie von Anfang an darauf achten, dass sämtliche Prozesse effizient laufen.
Dabei befassen sich Financial Process Manager ihrer Job-Bezeichnung entsprechend nur mit Prozessen innerhalb der Finanzbereiche (Rechnungswesen, Controlling, Reporting) sowie deren Schnittstellen zu anderen Geschäftsbereichen. Hier betrachte sie die Prozesse sowohl analog als auch digital.
Der Arbeitsalltag des Financial Process Managers umfasst Aufgaben aus zwei Bereichen.
Das Tagesgeschäft umfasst alle wiederkehrenden Prozesse im Arbeitsalltag von Unternehmen, zum Beispiel die Erstellung von Jahres- oder Zwischenberichten. Hier ist es die Aufgabe des Financial Process Managers, zu definieren, wie diverse Prozesse ausgestaltet sein müssen, um eine effiziente Ablauforganisation sicherzustellen. Hierbei beschäftigt er sich, stark vereinfacht gesprochen, mit Fragestellungen wie: Wer macht was? Bis wann muss eine Aufgabe erledigt sein? Welche technischen Hilfsmittel oder Software setzen die Mitarbeiter dafür ein? Und wie sehen die Schnittstellen aus?
In Projekten arbeitet der Financial Process Manager kreativ und konzeptionell und ist beratend im Projektteam tätig. Er hat die Übersicht, auf welche Bereiche sich Prozesse auswirken, wo Schnittstellen zu anderen Prozessen bestehen und welche Auswirkungen Technologien auf die Prozessgestaltung haben.
Die Grundlage für solche Projekte können neue Gesetze oder Vorschriften sein, der Zusammenschluss von Unternehmen oder die Einführung einer neuen Software. Intern löst die Identifikation von Optimierungspotenzialen, die der Financial Process Manager im Rahmen des Tagesgeschäftes identifiziert hat, ebenfalls Projektaktivitäten aus.
Hundertprozentig trennscharf sind Tagesgeschäft und Projekte jedoch nicht zu sehen, da sie oft eng miteinander verknüpft sind. Das lässt sich am Beispiel einer SAP-Einführung erklären: Im Rahmen eines solchen Projekts berät der Financial Process Manager das Projektteam zu grundsätzlichen Fragestellungen oder Auswirkungen rund um die betrieblichen Prozesse. Seine Kernaufgabe ist es jedoch, die Auswirkungen auf das Tagesgeschäft zu managen, da sich die Tätigkeiten und Prozesse für die Mitarbeiter verändern. So könnte es beispielsweise sein, dass ein Mitarbeiter durch die Systemeinführung keine Excel-Tabelle mehr per E-Mail verschicken, sondern bis zu einem bestimmten Stichtag Daten ins System einfügen muss. Der Financial Process Manager muss hierzu Arbeitsanweisungen schreiben, in denen er genau erläutert, welche Position welche Aufgaben bis wann übernimmt. Zudem führt er Schulungen zu den Neuerungen durch, die durch eine Systemeinführung den Arbeitsalltag der Mitarbeiter verändern.
Financial Process Manager wurden früher Organisatoren genannt. Ihre Aufgabe war (und ist) es, den Aufbau und die Abläufe der betrieblichen Finanzbereiche eines Unternehmens zu organisieren. Jedoch hat sich im Vergleich zu früher und durch die Digitalisierung besonders eines verändert: Immer mehr Prozesse laufen mithilfe von IT, Software und Systemen, und die Bedeutung technischer Hilfsmittel für die (effiziente) Gestaltung von Betriebsprozessen steigt stetig.
Das bedeutet auch, dass der Financial Process Manager ein gewisses Verständnis von IT und Technik benötigt, um seine Arbeit erfolgreich erledigen zu können. Im Zusammenhang mit Geschäftsprozessen ist die Digitalisierung eine Triebfeder, auch für Vielfalt: So bieten einerseits neue Technologien wie Robotics Process Automation oder Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, um Prozesse zu organisieren; andererseits hat die zunehmende Digitalisierung der Prozesse in den meisten Unternehmen erst den Wunsch geweckt oder zumindest deutlich verstärkt, Prozesse zu organisieren und zu optimieren.
Ein Financial Process Manager lässt sich mit einem Dirigenten vergleichen: Seine Aufgabe ist es, jeden Mitarbeiter und sein »Instrument« im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen zu dirigieren. Während im Orchester korrekte Übergänge, ein gemeinsamer Takt und richtige Lautstärke zählen, geht es im Prozessmanagement um klare Reihenfolge, verbindliche Timings und funktionierende Schnittstellen.
Financial Process Manager arbeiten in Unternehmen ab einer Größe von etwa 1000 Mitarbeitern. In sehr großen Konzernen gibt es mehrere Financial Process Manager, die jeweils einen Teilbereich der Prozesse betreuen. Zudem arbeiten in vielen Startups Financial Process Manager, da sie von Anfang an darauf achten, dass sämtliche Prozesse effizient laufen.
Dabei befassen sich Financial Process Manager ihrer Job-Bezeichnung entsprechend nur mit Prozessen innerhalb der Finanzbereiche (Rechnungswesen, Controlling, Reporting) sowie deren Schnittstellen zu anderen Geschäftsbereichen. Hier betrachte sie die Prozesse sowohl analog als auch digital.
Der Arbeitsalltag des Financial Process Managers umfasst Aufgaben aus zwei Bereichen.
Das Tagesgeschäft umfasst alle wiederkehrenden Prozesse im Arbeitsalltag von Unternehmen, zum Beispiel die Erstellung von Jahres- oder Zwischenberichten. Hier ist es die Aufgabe des Financial Process Managers, zu definieren, wie diverse Prozesse ausgestaltet sein müssen, um eine effiziente Ablauforganisation sicherzustellen. Hierbei beschäftigt er sich, stark vereinfacht gesprochen, mit Fragestellungen wie: Wer macht was? Bis wann muss eine Aufgabe erledigt sein? Welche technischen Hilfsmittel oder Software setzen die Mitarbeiter dafür ein? Und wie sehen die Schnittstellen aus?
In Projekten arbeitet der Financial Process Manager kreativ und konzeptionell und ist beratend im Projektteam tätig. Er hat die Übersicht, auf welche Bereiche sich Prozesse auswirken, wo Schnittstellen zu anderen Prozessen bestehen und welche Auswirkungen Technologien auf die Prozessgestaltung haben.
Die Grundlage für solche Projekte können neue Gesetze oder Vorschriften sein, der Zusammenschluss von Unternehmen oder die Einführung einer neuen Software. Intern löst die Identifikation von Optimierungspotenzialen, die der Financial Process Manager im Rahmen des Tagesgeschäftes identifiziert hat, ebenfalls Projektaktivitäten aus.
Hundertprozentig trennscharf sind Tagesgeschäft und Projekte jedoch nicht zu sehen, da sie oft eng miteinander verknüpft sind. Das lässt sich am Beispiel einer SAP-Einführung erklären: Im Rahmen eines solchen Projekts berät der Financial Process Manager das Projektteam zu grundsätzlichen Fragestellungen oder Auswirkungen rund um die betrieblichen Prozesse. Seine Kernaufgabe ist es jedoch, die Auswirkungen auf das Tagesgeschäft zu managen, da sich die Tätigkeiten und Prozesse für die Mitarbeiter verändern. So könnte es beispielsweise sein, dass ein Mitarbeiter durch die Systemeinführung keine Excel-Tabelle mehr per E-Mail verschicken, sondern bis zu einem bestimmten Stichtag Daten ins System einfügen muss. Der Financial Process Manager muss hierzu Arbeitsanweisungen schreiben, in denen er genau erläutert, welche Position welche Aufgaben bis wann übernimmt. Zudem führt er Schulungen zu den Neuerungen durch, die durch eine Systemeinführung den Arbeitsalltag der Mitarbeiter verändern.
Financial Process Manager wurden früher Organisatoren genannt. Ihre Aufgabe war (und ist) es, den Aufbau und die Abläufe der betrieblichen Finanzbereiche eines Unternehmens zu organisieren. Jedoch hat sich im Vergleich zu früher und durch die Digitalisierung besonders eines verändert: Immer mehr Prozesse laufen mithilfe von IT, Software und Systemen, und die Bedeutung technischer Hilfsmittel für die (effiziente) Gestaltung von Betriebsprozessen steigt stetig.
Das bedeutet auch, dass der Financial Process Manager ein gewisses Verständnis von IT und Technik benötigt, um seine Arbeit erfolgreich erledigen zu können. Im Zusammenhang mit Geschäftsprozessen ist die Digitalisierung eine Triebfeder, auch für Vielfalt: So bieten einerseits neue Technologien wie Robotics Process Automation oder Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, um Prozesse zu organisieren; andererseits hat die zunehmende Digitalisierung der Prozesse in den meisten Unternehmen erst den Wunsch geweckt oder zumindest deutlich verstärkt, Prozesse zu organisieren und zu optimieren.
Aufgaben
Was macht ein Financial Process Manager?
Optimierung und Erhöhung der Effizienz von Geschäftsprozessen
Identifizierung von Leistungsanforderungen an Prozesse
Definition von Standards zur Messung von Prozesskosten, Prozessqualität, Prozesseffizienz und Prozesseffektivität
Durchführung von Trainings und Coachings im Prozessumfeld für die interne Organisation
Ausbildung
Bewerber müssen in der Regel einige Jahre Berufserfahrung in einem oder mehreren der relevanten Geschäftsbereiche gesammelt haben (Buchhaltung, Controlling, Reporting). Allerdings bieten große Konzerne, die eine eigene Abteilungen für Financial Process Management haben, auch Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen.
Abgesehen von der Berufserfahrung sollten Financial Process Manager folgende Voraussetzungen erfüllen:
Bewerber müssen in der Regel einige Jahre Berufserfahrung in einem oder mehreren der relevanten Geschäftsbereiche gesammelt haben (Buchhaltung, Controlling, Reporting). Allerdings bieten große Konzerne, die eine eigene Abteilungen für Financial Process Management haben, auch Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen.
Abgesehen von der Berufserfahrung sollten Financial Process Manager folgende Voraussetzungen erfüllen:
Gehalt
Financial Process Manager verdienen ein Bruttojahresgehalt zwischen 50.000 und 120.000 € — maßgeblich geprägt durch die jeweilige Berufserfahrung und die Branche des Unternehmens, in dem sie tätig sind.
Wer in den Bereich wechseln oder seine Gehaltsaussichten verbessern möchte, kann Fortbildungen im Bereich Projektmanagement/ Projektsteuerung und Prozessmanagement absolvieren (z.B. Scrum, agile Verfahren, Lean oder Six Sigma).
Financial Process Manager verdienen ein Bruttojahresgehalt zwischen 50.000 und 120.000 € — maßgeblich geprägt durch die jeweilige Berufserfahrung und die Branche des Unternehmens, in dem sie tätig sind.
Wer in den Bereich wechseln oder seine Gehaltsaussichten verbessern möchte, kann Fortbildungen im Bereich Projektmanagement/ Projektsteuerung und Prozessmanagement absolvieren (z.B. Scrum, agile Verfahren, Lean oder Six Sigma).
Anforderungen
Financial Process Manager sind Generalisten. Zwar müssen sie die einzelnen Bereiche, in denen sie Prozesse managen, nicht bis zuletzt durchdringen, aber sie müssen verstehen und erklären können, was die Arbeit der Kollegen ausmacht. Das führt in der Konsequenz natürlich dazu, dass Financial Process Manager sich im Laufe der Berufsjahre ein gewisses Fachwissen in verschiedenen Arbeitsbereichen aneignen.
Am wichtigsten ist ein hohes technisches Verständnis. Das bedeutet: Je IT-affiner Financial Process Manager sind, desto besser können sie sich mit den Kollegen aus der IT austauschen. Ein guter Prozessmanager, der einschätzen kann, was technisch umsetzbar ist und was nicht, braucht keine Business-Analysten mehr und steigert so seinen Wert für das Unternehmen.
Financial Process Manager sind sehr kommunikativ und teamfähig, da sie eng mit den unterschiedlichsten Fachabteilungen zusammenarbeiten sowie Workshops durchführen müssen. Dazu brauchen sie immer häufiger auch interkulturelle Kompetenzen, denn die interdisziplinäre Zusammenarbeit betrifft gerade in großen Konzernen in der Regel Mitarbeiter und Abteilungen aus verschiedenen Ländern.
Financial Process Manager sind Generalisten. Zwar müssen sie die einzelnen Bereiche, in denen sie Prozesse managen, nicht bis zuletzt durchdringen, aber sie müssen verstehen und erklären können, was die Arbeit der Kollegen ausmacht. Das führt in der Konsequenz natürlich dazu, dass Financial Process Manager sich im Laufe der Berufsjahre ein gewisses Fachwissen in verschiedenen Arbeitsbereichen aneignen.
Am wichtigsten ist ein hohes technisches Verständnis. Das bedeutet: Je IT-affiner Financial Process Manager sind, desto besser können sie sich mit den Kollegen aus der IT austauschen. Ein guter Prozessmanager, der einschätzen kann, was technisch umsetzbar ist und was nicht, braucht keine Business-Analysten mehr und steigert so seinen Wert für das Unternehmen.
Financial Process Manager sind sehr kommunikativ und teamfähig, da sie eng mit den unterschiedlichsten Fachabteilungen zusammenarbeiten sowie Workshops durchführen müssen. Dazu brauchen sie immer häufiger auch interkulturelle Kompetenzen, denn die interdisziplinäre Zusammenarbeit betrifft gerade in großen Konzernen in der Regel Mitarbeiter und Abteilungen aus verschiedenen Ländern.
Karriere
Der Karriereweg für Financial Process Manager ist relativ eng: Sie können sich zum Teamleiter oder Projektleiter entwickeln und anschließend Head of Project and Processes bzw. Head of Processes werden. Allerdings gibt es verhältnismäßig wenige Führungspositionen in diesem Bereich, da ein guter Financial Process Manager auch sehr gut ohne Führung auskommt.
Wenngleich ein Aufstieg deshalb eher schwierig ist, sind Financial Process Manager aber auch als Führungskräfte in anderen Finanzbereichen gefragt, da sie über breites Fachwissen verfügen. Aufgrund ihrer Generalisten-Rolle ist darüber hinaus auch ein Wechsel in den Bereich Change Management realistisch.
Der Karriereweg für Financial Process Manager ist relativ eng: Sie können sich zum Teamleiter oder Projektleiter entwickeln und anschließend Head of Project and Processes bzw. Head of Processes werden. Allerdings gibt es verhältnismäßig wenige Führungspositionen in diesem Bereich, da ein guter Financial Process Manager auch sehr gut ohne Führung auskommt.
Wenngleich ein Aufstieg deshalb eher schwierig ist, sind Financial Process Manager aber auch als Führungskräfte in anderen Finanzbereichen gefragt, da sie über breites Fachwissen verfügen. Aufgrund ihrer Generalisten-Rolle ist darüber hinaus auch ein Wechsel in den Bereich Change Management realistisch.



